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Warum deine Website nie fertig sein wird

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Juhu, deine neue WordPress-Website ist endlich fertig und bereit, sich der Welt zu zeigen! Endlich kannst du dich zurücklehnen und dieses Projekt abschließen. Wären wir noch in den 90ern, würde ich dich jetzt einfach nur beglückwünschen und diesen Artikel würde es nicht geben. Damals ging es nur darum, eine Website zu haben. Und heute? Heute gibt es ziemlich vieles, was nach der vermeintlichen Fertigstellung immer wieder zu tun ist. In diesem Artikel stelle ich dir ein paar dieser Todos vor.

Regelmäßige Backups

Es gibt zahlreiche Gründe, warum du regelmäßig Backups (Sicherungskopien) von deinen Dateien und Daten machen solltest: Wenn du Aktualisierungen durchführst und da etwas schief geht, kannst du schnell und unkompliziert wieder zurück zur vorherigen Version. Backups sind auch eine Vorsichtsmaßnahme für Hackingangriffe. Und dabei spielt es keine Rolle, wie klein und „unbedeutend” deine Website ist. Backups sind die wichtigste Sicherheitsmaßnahme für deine WordPress-Website. Aus diesem Grund solltest du dich regelmäßig darum kümmern. Zum Glück gibt es viele gute Plugins, mit denen du dich dieser Aufgabe stellen kannst. Du kannst auch einstellen, dass die Backups automatisch durchgeführt werden, wozu ich dir auf jeden Fall rate. Wie das genau geht, habe ich in meinem letzten Artikel Schritt für Schritt gezeigt: Backups erstellen mit UpdraftPlus

Zeitnahe Updates

Updates werden leider sehr oft unterschätzt. Oft wurde ich schon gefragt: Reicht es aus, wenn ich alle paar Monate mal reinschaue und Updates durchführe? Gegenfrage: Reicht es aus, wenn du nur alle 10 Jahre zur Zahnvorsorge gehst? Wenn du Glück hast, ja. Und so lange nichts passiert, wiegt man sich in Sicherheit. Doch wenn dann eines Tages der Zahn schmerzt, ist es zu spät für die Vorsorge. Dann geht es dir schlecht und es kann auch ziemlich teuer werden, wenn du keine gute Versicherung hast. Genau so ist es bei deiner WordPress-Website: Ohne Vorsorge (zeitnahe Aktualisierungen) können ZahnSicherheitslücken entstehen, die eine Einladung für Hacker sind. Hat sich dadurch jemand Zugang zu deiner Website verschafft, kann er diese verändern, mit Spam zumüllen oder schädliche Software installieren, die in deinem Namen ihr Unwesen treibt. Das alles zu reparieren, kann teuer werden, wenn du keine Versicherung in Form von Backups hast.

Viele trauen sich nicht, Updates zu machen, weil sie Angst davor haben, etwas kaputt zu machen. Jedoch solltest du viel mehr Angst davor haben, keine Updates zu machen. Das Risiko, dass etwas Unerwünschtes passiert, ist dann nämlich weitaus höher!

Welche Updates gibt es?

  1. Plugins (am häufigsten)
  2. Themes (je nach Theme)
  3. WordPress (eher selten)

Wann sollte ich Updates vornehmen?

Am besten wäre sofort, wenn es ein Update gibt. Je nachdem wie viele Plugins du installiert hast, würde das einen täglichen Aufwand bedeuten. Ich selbst mache es so, dass ich 1-2 mal pro Woche alle WordPress-Websites durchgehe, die ich betreue.

Tipp: Plane dir einen festen Termin ein, z. B. jeden Freitag um 11 Uhr.

Woran erkenne ich, dass Updates verfügbar sind?

Es gibt ein paar Stellen, an denen dir WordPress anhand einer Zahl in einem roten Kreis mitteilt, dass Aktualisierungen verfügbar sind:

  1. Unter  Dashboard > Aktualisierungen
  2. Neben dem Aktualisierungsicon   in der oberen Leiste
  3. Unter  Plugins > Installierte Plugins

Darüber hinaus sendet dir WordPress automatisch eine Mail, wenn Updates verfügbar sind. Solltest du keine Mails erhalten, prüfe die Administrator-E-Mail-Adresse. Du findest sie unter  Einstellungen > Allgemein. Es kann auch sein, dass diese Option in der Datei wp-config.php deaktiviert wurde.

Wie sollte ich bei Updates vorgehen?

  1. Führe ein Backup durch (Überraschung!).
  2. (optional) Schalte den Wartungsmodus ein, wenn du absehen kannst, dass die Updates länger dauern werden. Dazu kannst du z. B. das Plugin Coming Soon Page, Under Construction & Maintenance Mode by SeedProd verwenden.
  3. Gehe zu  Dashboard > Aktualisierungen
  4. Du kannst die Plugins zwar alle auf einmal aktualisieren, also alle auswählen und auf Plugins aktualisieren klicken. Je nach Anzahl und Update kann es aber dazu führen, dass sich WordPress aufhängt und dir keinen Status mehr anzeigt. Um sicherzugehen, führe die Updates lieber nacheinander durch:
  5. Plugin auswählen, auf Plugins aktualisieren klicken, warten bis dort in fetter Schrift steht: Aktualisierung des Plugins XYZ (1 von 1), wieder zurück zur Aktualisierungsseite gehen und bei den anderen Plugins wiederholen.
  6. Sind Updates für WordPress und Themes verfügbar, gehe dort genauso vor.
  7. (optional) Schalte den Wartungsmodus wieder aus.
  8. Überprüfe nun, ob deine Website weiterhin normal aussieht und alles wie gehabt funktioniert.

Inhalte aktualisieren und hinzufügen

Selten bleiben die Texte, die mit dem Golive (Erstveröffentlichung) publiziert werden, für immer aktuell. Mit der Zeit verändert sich dein Unternehmen, die Zielgruppe wird vielleicht genauer definiert oder Teammitglieder kommen hinzu. Achte darauf, dass die Inhalte auf deiner Website immer aktuell sind. Suchmaschinen lieben es außerdem, wenn immer wieder neue Inhalte hinzukommen. Das kannst du z. B. in Form eines Blogs erreichen oder indem du regelmäßig News veröffentlichst. Dabei kannst du Neuigkeiten über dein Unternehmen oder dein Angebot kommunizieren. Oder auch Wissenswertes aus deiner Branche, das für deine Kunden und Interessenten relevant sein könnte.

Auch bei diesem Punkt kannst du dir einen festen Termin überlegen, an dem du dir deine Inhalte anschaust und neue hinzufügst.

Ist das Webdesign noch zeitgemäß?

Mit dem Webdesign ist es wie mit der Mode: Was vor 5 Jahren noch angesagt war, kann heute schon wieder überholt sein. Dabei geht es jedoch nicht nur um das bloße Aussehen. Durch Studien, Tests und stetige Weiterentwicklungen gibt es immer wieder neue Empfehlungen, die darauf abzielen, das Erlebnis für den Besucher zu verbessern. Wenn eine Website benutzerfreundlich und intuitiv bedienbar ist, verweilen wir gerne und auch länger auf ihr. Spricht sie uns dann noch optisch an, führt das zu noch mehr Wohlbefinden. Webdesign sollte also wie Design im Allgemeinen nie nur Selbstzweck sein.

Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.

Dieter Rams, Designer

Prüfe also von Zeit zu Zeit, ob deine Website noch zeitgemäß ist und ob sie sich auf allen Geräten gut bedienen lässt. Designoptimierungen oder ein ganzes Redesign können alle 1-2 Jahre durchgeführt werden.

Fazit

Eine (WordPress-)Website ist niemals fertig. Es gibt immer etwas zu tun. Am Wichtigsten sind regelmäßige Backups und zeitnahe Aktualisierungen. Hin und wieder sollten die Inhalte überprüft und neue hinzugefügt werden. Und alle paar Jahre sollte man das Webdesign unter die Lupe nehmen und den aktuellen Usability-Empfehlungen entsprechend anpassen. Beachte bitte, dass ich hier nur ein paar wichtige Punkte ansprechen kann. Je nach Website können bei dir weitere Aufgaben wichtig sein.

In meinem gratis Guide Dein WordPress Frühjahrsputz findest du weitere kleine Aufgaben, die man regelmäßig durchführen sollte, damit deine WordPress-Website sicher, übersichtlich und schnell bleibt:

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